Grünliche Flecken an Wand, Fensterlaibung, Fugen oder Decke sind vor allem ein Hinweis darauf,
dass an dieser Stelle über längere Zeit zu viel Feuchtigkeit vorhanden war.
Wer grünen Schimmel entfernen möchte, sollte deshalb nicht nur die sichtbare
Verfärbung behandeln. Entscheidend ist, herauszufinden, warum die Oberfläche feucht geworden ist.
Bei Kondenswasser können beispielsweise Raumklima, Wärmebrücken oder fehlender Luftaustausch
eine Rolle spielen. Kommt die Feuchtigkeit dagegen aus einer undichten Leitung oder einem
Wasserschaden, muss zunächst diese Ursache behoben werden. Bei solchen Fällen kann ein Klempner in Hannover beziehungsweise eine Leckageprüfung sinnvoll sein.
Kleine, nur oberflächlich befallene Bereiche können unter bestimmten Voraussetzungen selbst
gereinigt werden. Bei größeren Flächen, unbekannter Feuchtigkeitsursache, wiederkehrendem
Befall oder tief durchfeuchteten Bauteilen sollte der Schaden fachlich beurteilt werden.

Ist grüner Schimmel eine eigene Schimmelart?
Nicht unbedingt. Die sichtbare Farbe allein reicht nicht aus, um einen Schimmelpilz sicher
einer bestimmten Art zuzuordnen. Unterschiedliche Schimmelpilze können grünliche,
graugrüne, schwarze oder andersfarbige Beläge bilden. Eine genaue Bestimmung ist anhand
eines Fotos oder der Farbe deshalb nicht zuverlässig möglich.
Für die praktische Beseitigung ist zunächst ohnehin wichtiger, woher die Feuchtigkeit
kommt und welche Materialien betroffen sind. Ein oberflächlicher Befall auf einer
glatten Fliese wird anders behandelt als Schimmel hinter Tapeten, auf Gipskarton oder in
durchfeuchtetem Mauerwerk.
Ist bereits klar, dass eine umfangreichere Behandlung erforderlich ist, finden Sie weitere
Informationen unter Schimmelbeseitigung Hannover.
Warum entsteht grüner Schimmel?
Schimmel benötigt Feuchtigkeit. Diese kann durch die Nutzung eines Raums entstehen oder
durch einen technischen beziehungsweise baulichen Schaden in die Konstruktion gelangen.
Deshalb sollte vor jeder Reinigung geklärt werden, welcher dieser Fälle wahrscheinlich ist.
Kondenswasser und hohe Raumfeuchte
Beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und sogar durch die normale Nutzung einer Wohnung
gelangt Wasserdampf in die Raumluft. Trifft feuchte Luft auf eine kalte Wand- oder
Fensteroberfläche, kann sich dort Feuchtigkeit niederschlagen. Besonders betroffen sind
Außenecken, Fensterlaibungen und Bereiche hinter dicht an Außenwänden stehenden Möbeln.
Wärmebrücken und kalte Oberflächen
An konstruktiv kalten Bereichen kann die Oberflächentemperatur deutlich niedriger als im
restlichen Raum sein. Dadurch steigt dort die relative Feuchtigkeit unmittelbar an der Wand,
auch wenn die Luftfeuchtigkeit in der Raummitte zunächst unauffällig erscheint.
Leckagen und Wasserschäden
Zeigt sich Schimmel plötzlich an einer Wand, unterhalb eines Badezimmers, an einem
Installationsschacht oder zusammen mit Wasserflecken, sollte auch ein Leitungsschaden
ausgeschlossen werden. Nach einem akuten Schaden sind eine schnelle Ursachenklärung und
die Trocknung der betroffenen Bauteile wichtiger als eine rein kosmetische Reinigung.
Bei einem solchen Verdacht finden Sie weitere Informationen beim Wasserschaden Notdienst Hannover.
Grünen Schimmel selbst entfernen: Wann ist das vertretbar?
Als Orientierung nennt das Umweltbundesamt kleinere, nur oberflächlich betroffene Bereiche
von weniger als ungefähr 0,5 m², sofern die Ursache bekannt und bereits
beseitigt ist.
Diese Größenangabe ist jedoch kein Freifahrtschein für jede Selbstbehandlung. Entscheidend
sind zusätzlich der Untergrund, die Tiefe des Befalls und die persönliche gesundheitliche
Situation.
| Situation | Einordnung |
|---|---|
| Kleine, oberflächliche Stelle auf glatter Oberfläche | Selbstreinigung kann möglich sein, wenn die Feuchtigkeitsursache bekannt und behoben ist. |
| Befall hinter Tapete, Gipskarton oder anderen porösen Materialien | Material und Befallstiefe sollten genauer beurteilt werden. |
| Größere oder mehrere zusammenhängende Flächen | Fachkundige Sanierung ist in der Regel die bessere Vorgehensweise. |
| Schimmel tritt nach der Reinigung erneut auf | Ursache wurde wahrscheinlich noch nicht ausreichend geklärt. |
| Verdacht auf Rohrleck oder versteckten Wasserschaden | Zuerst Feuchtigkeitsquelle beziehungsweise Leckage untersuchen. |
Personen mit Schimmelpilzallergien, chronischen Atemwegserkrankungen oder geschwächtem
Immunsystem sollten Schimmel nach Empfehlung des Umweltbundesamts nicht selbst beseitigen.
So gehen Sie bei einer kleinen oberflächlichen Stelle vor
Ist der Befall tatsächlich klein, oberflächlich und die Ursache geklärt, steht eine möglichst
staubarme Reinigung im Vordergrund.
- Feuchtigkeitsursache zuerst klären.
Ohne diesen Schritt kann der Belag nach der Reinigung wieder auftreten. - Bereich nicht trocken abbürsten.
Trockenes Bürsten, Schleifen oder Abkratzen kann Partikel unnötig verteilen. - Geeignete Schutzmaßnahmen verwenden.
Handschuhe, Schutzbrille und geeigneter Atemschutz reduzieren den direkten Kontakt. - Material berücksichtigen.
Glatte Oberflächen lassen sich anders behandeln als Tapeten, Gipskarton oder andere
poröse Baustoffe. - Bereich anschließend vollständig trocknen lassen.
Bleibt der Untergrund feucht, ist eine dauerhafte Lösung unwahrscheinlich.
Glatte Oberflächen
Auf Glas, Keramik, Metall oder vergleichbaren glatten Oberflächen lassen sich kleinere
oberflächliche Ablagerungen häufig mechanisch mit einem geeigneten feuchten Tuch entfernen.
Verwendete Einwegtücher sollten anschließend entsorgt werden.
Tapete, Gipskarton und andere poröse Materialien
Bei porösen Baustoffen kann der Befall tiefer in das Material eingedrungen sein. Eine
oberflächliche Reinigung reicht dann möglicherweise nicht aus. Befallene Tapeten oder stark
geschädigte Materialien müssen je nach Situation entfernt werden.
Wenn die Wand selbst betroffen ist, finden Sie dazu auch den Ratgeber Schimmel an der Wand sanieren.
Alkohol nur mit den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen
Für bestimmte kleine Sanierungsbereiche wird unter anderem 70- bis 80-prozentiger
Ethylalkohol eingesetzt. Hochprozentiger Alkohol ist jedoch leicht entzündlich.
Während der Anwendung muss daher gut gelüftet werden; Rauchen, offenes Feuer und andere
Zündquellen sind zu vermeiden.
Wer sich bei Untergrund oder Reinigungsmethode nicht sicher ist, sollte nicht mit unterschiedlichen chemischen Mitteln experimentieren.

Warum Überstreichen das Problem nicht löst
Eine neue Farbschicht kann den sichtbaren Fleck zunächst verdecken. Die Feuchtigkeit im
Untergrund verschwindet dadurch jedoch nicht. Bleibt die Ursache bestehen, können sich erneut
Verfärbungen und Schimmel bilden.
Vor Maler- oder Sanierungsarbeiten sollte deshalb zunächst geprüft werden, ob die Wand
ausreichend trocken ist und wodurch sie zuvor feucht geworden ist.
Nach einem größeren Wasserschaden gelten zusätzliche Anforderungen. Mehr dazu erfahren Sie
unter Sanierung von Schimmel nach Wasserschaden.
Wann sollte eine Fachfirma hinzugezogen werden?
Die Quadratmeterzahl ist nur ein Kriterium. Fachliche Unterstützung ist besonders sinnvoll,
wenn die Ursache nicht eindeutig erkennbar ist oder der Schaden tiefer in die Konstruktion
reichen könnte.
- Der Befall ist größer als ungefähr 0,5 m².
- Schimmel tritt nach einer vorherigen Reinigung wieder auf.
- Mehrere Räume oder unterschiedliche Wandbereiche sind betroffen.
- Tapeten, Dämmstoffe, Gipskarton oder andere poröse Materialien sind stark befallen.
- Die Wand ist messbar oder sichtbar feucht.
- Es besteht Verdacht auf eine verdeckte Leckage.
- Der Schaden entstand nach Rohrbruch, Überflutung oder längerem Wassereintritt.
Je nach Schadensumfang können anschließend Trocknung, Rückbau und Sanierungsarbeiten nötig
werden. Informationen zu umfangreicheren Maßnahmen finden Sie unter
Schimmelsanierung und Trocknung sowie unter Sanierung einer von Schimmel betroffenen Wand.
Schimmel und Gesundheit: Was lässt sich seriös sagen?
Schimmel in Innenräumen sollte nicht ignoriert werden. Wissenschaftliche Untersuchungen
zeigen Zusammenhänge zwischen Feuchte- beziehungsweise Schimmelbelastungen und
Atemwegsbeschwerden sowie reizenden oder allergischen Reaktionen.
Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass jeder sichtbare grüne Fleck automatisch eine
bestimmte Erkrankung verursacht. Auch die Farbe des Schimmels erlaubt keine zuverlässige
Bewertung des individuellen Gesundheitsrisikos.
Bei gesundheitlichen Beschwerden ist die medizinische Beurteilung Aufgabe einer Ärztin oder
eines Arztes. Für die bauliche Seite sollte parallel die Feuchtigkeitsursache untersucht
werden.
Was tun, wenn der Schimmel immer wiederkommt?
Wiederkehrender Befall ist ein wichtiges Signal. In diesem Fall sollte nicht immer wieder nur
die sichtbare Oberfläche behandelt werden. Stattdessen muss geprüft werden, was an genau
dieser Stelle dauerhaft zu viel Feuchtigkeit verursacht.
Mögliche Ursachen sind unter anderem:
- eine versteckte Rohrleckage,
- unzureichend getrocknete Bauteile nach einem älteren Wasserschaden,
- Kondensation an einer besonders kalten Oberfläche,
- eine Wärmebrücke,
- Feuchtigkeit von außen,
- Probleme an Abdichtungen oder Fugen.
Bei Verdacht auf einen größeren Gebäudeschaden kann eine umfassendere Schimmelsanierung am Haus erforderlich werden.
Grüne Beläge an der Fassade sind nicht automatisch Schimmel
Ein häufiger Fehler ist, jeden grünen Fassadenbelag als „grünen Schimmel“ zu bezeichnen.
Außenflächen können auch durch Algen, Moose oder andere biologische Beläge grün erscheinen.
Aus der Farbe allein lässt sich die Ursache nicht sicher bestimmen.
Deshalb sollte eine Fassade nicht allein aufgrund ihrer Farbe aggressiv mit einem
Hochdruckreiniger behandelt werden. Abhängig von Putz, Beschichtung und Dämmung kann ein
zu hoher Wasserdruck die Oberfläche beschädigen oder zusätzliche Feuchtigkeit in das
Bauteil bringen.
Grünen Schimmel vorbeugen: Feuchtigkeit kontrollieren
Nach einer erfolgreichen Reinigung oder Sanierung entscheidet vor allem die
Feuchtigkeitskontrolle darüber, ob der Befall erneut auftritt.
Feuchtigkeit nach Duschen und Kochen abführen
Nach Aktivitäten mit hoher Wasserdampfentwicklung sollte die feuchte Raumluft möglichst
zeitnah nach außen gelangen. Wie oft und wie lange gelüftet werden muss, hängt von
Außentemperatur, Gebäude, Raumgröße und Nutzung ab. Starre Vorgaben wie „immer exakt
zehn Minuten“ sind deshalb weniger hilfreich als die tatsächliche Raumfeuchtigkeit zu
beobachten.
Hygrometer zur Kontrolle nutzen
Ein einfaches Hygrometer kann zeigen, ob die relative Luftfeuchtigkeit über längere Zeit hoch
bleibt. Besonders interessant ist dabei nicht nur ein einzelner Messwert, sondern die
Entwicklung nach Duschen, Kochen oder während der Nacht.
Möbel an kalten Außenwänden prüfen
Große Schränke oder Sofas direkt vor einer kalten Außenwand können die Luftzirkulation
behindern. Entsteht der Schimmel ausschließlich hinter einem Möbelstück, sollte deshalb auch
dieser Bereich in die Ursachenanalyse einbezogen werden.
Leitungen und Feuchtigkeitsschäden ernst nehmen
Feuchte Stellen in der Nähe von Wasser- oder Heizungsleitungen sollten nicht allein mit
Lüftungsmaßnahmen erklärt werden. Vergrößert sich der Fleck oder bleibt die Wand dauerhaft
feucht, sollte ein technischer Defekt ausgeschlossen werden.

Wenn Feuchtigkeit aus einer Leitung kommt
Nicht jeder Schimmelschaden ist ein Sanitärproblem. Liegt die Ursache jedoch in einer
undichten Wasserleitung, einer beschädigten Verbindung oder einem zurückliegenden
Wasserschaden, muss zuerst der technische Defekt behoben werden.
Danach lässt sich beurteilen, welche Trocknungs- und Sanierungsschritte tatsächlich notwendig
sind. Eine reine Oberflächenbehandlung wäre in einem solchen Fall zu früh.
Feuchte Stelle oder möglicher Leitungsschaden in Hannover?
Wenn hinter dem Schimmel eine undichte Leitung oder ein Wasserschaden vermutet wird,
können Sie die Ursache zunächst technisch prüfen lassen.
Grünen Schimmel entfernen: Das Wichtigste zusammengefasst
Wer grünen Schimmel entfernen möchte, sollte zuerst zwischen sichtbarem Belag und eigentlicher
Ursache unterscheiden. Kleinere, oberflächliche Bereiche können bei bekannter Ursache unter
geeigneten Voraussetzungen selbst behandelt werden. Bei größeren Schäden, porösen
Materialien, wiederkehrendem Befall oder unbekannter Feuchtigkeitsquelle ist eine fachliche
Beurteilung sinnvoll.
Liegt ein Rohr- oder Wasserschaden zugrunde, muss zunächst dieser behoben und das Bauteil
ausreichend getrocknet werden. Erst danach lässt sich entscheiden, welche Reinigung oder
Sanierung notwendig ist. Für die anschließende Detailreinigung finden Sie außerdem Hinweise
unter Feinreinigung nach Schimmelbefall.
Häufige Fragen zum Entfernen von grünem Schimmel
Kann man kleinen grünen Schimmel selbst entfernen?
Bei einem kleinen, nur oberflächlichen Befall kann das möglich sein, wenn die Ursache der
Feuchtigkeit bekannt und bereits behoben ist. Als Orientierung nennt das Umweltbundesamt
kleinere Flächen unter ungefähr 0,5 m². Personen mit Schimmelpilzallergien, chronischen
Atemwegserkrankungen oder geschwächtem Immunsystem sollten die Entfernung nicht selbst
durchführen.
Warum kommt Schimmel nach dem Entfernen wieder?
Meist besteht die Feuchtigkeitsursache weiterhin. Möglich sind beispielsweise Kondensation,
eine Wärmebrücke, eindringende Feuchtigkeit oder eine verdeckte Leckage. Die erneute
Reinigung allein löst diese Ursache nicht.
Ist grüner Schimmel gefährlicher als schwarzer Schimmel?
Aus der Farbe allein lässt sich das gesundheitliche Risiko nicht zuverlässig ableiten.
Verschiedene Schimmelpilze können unterschiedliche Farben bilden. Entscheidend sind unter
anderem Ausmaß des Befalls, Exposition und individuelle Empfindlichkeit.
Sollte man Schimmel einfach überstreichen?
Nein. Farbe verdeckt zunächst nur den sichtbaren Befall. Bleiben Feuchtigkeit und befallenes
Material bestehen, kann der Schimmel erneut auftreten.
Wann sollte eine Fachfirma eingeschaltet werden?
Bei größerem Befall, unbekannter Ursache, wiederkehrendem Schimmel, stark befallenen porösen
Materialien oder einem Wasserschaden sollte der Zustand fachkundig beurteilt werden.
Muss ein Mieter Schimmel dem Vermieter melden?
Ein Schimmel- oder Feuchtigkeitsschaden sollte möglichst schnell schriftlich dem Vermieter
beziehungsweise der Hausverwaltung gemeldet und dokumentiert werden. So kann die Ursache
untersucht und gegebenenfalls behoben werden.
Was ist wichtiger: Schimmel reinigen oder die Feuchtigkeit beseitigen?
Beides gehört zusammen. Ohne Beseitigung der Feuchtigkeitsursache besteht ein hohes Risiko,
dass sich erneut Schimmel bildet. Bei einem Rohrleck oder Wasserschaden hat deshalb die
Ursachenbehebung Priorität.
Fachliche Grundlage:
Die Hinweise zur Größenordnung kleiner Schimmelflächen, zu gesundheitlichen Risikogruppen
und zur fachgerechten Sanierung orientieren sich unter anderem an den Empfehlungen des
Umweltbundesamts und der Verbraucherzentrale.


