Abwasserleitung Druckprüfung | schnelle Service ab 58€

Klempner bei der Prüfung einer Abwasserleitung

Bei einer Abwasserleitung Druckprüfung wird ein klar abgegrenzter Leitungsabschnitt geprüft, um festzustellen, ob er die Anforderungen des vorgesehenen Prüfverfahrens erfüllt. Je nach Anlage und Prüfzweck kann die Prüfung mit Wasser oder Luft durchgeführt werden.

Wichtig ist die Unterscheidung: Eine Druckprüfung ist nicht automatisch eine eigene Leistung neben der Dichtheitsprüfung. Sie ist ein technisches Prüfverfahren, das im Rahmen eines Dichtheitsnachweises eingesetzt werden kann. Entscheidend sind deshalb immer die konkrete Prüfstrecke, der Anlass der Prüfung und die Anforderungen an die anschließende Dokumentation.

Ist eine Druckprüfung dasselbe wie eine Dichtheitsprüfung?

Die Begriffe werden im Alltag häufig gemeinsam verwendet, beschreiben aber nicht exakt dasselbe. Die Dichtheit Abwasserleitungen beantwortet die übergeordnete Frage, ob ein bestimmter Leitungsabschnitt dicht ist. Die Druckprüfung beschreibt dagegen das technische Verfahren, mit dem dieser Nachweis durchgeführt werden kann.

Bei Abwasserleitungen kann dafür – abhängig vom Anwendungsfall – mit Wasser oder Luft geprüft werden. Eine Kamerafahrt erfüllt eine andere Aufgabe: Sie zeigt den sichtbaren Zustand im Rohrinneren, ersetzt aber keinen erforderlichen Dichtheitsnachweis.

Wann wird eine Abwasserleitung mit Druck geprüft?

Fachmann bei einer Druckprüfung einer Abwasserleitung
Vor der Druckprüfung muss eindeutig feststehen, welcher Leitungsabschnitt untersucht werden soll.

Eine Druckprüfung kommt vor allem dann infrage, wenn für einen bestimmten Leitungsabschnitt ein nachvollziehbarer Dichtheitsnachweis benötigt wird. Das kann beispielsweise bei neu hergestellten Leitungen, nach bestimmten Arbeiten an der Grundstücksentwässerung oder bei einem konkret festgelegten Prüfauftrag der Fall sein.

Bei einer bestehenden Anlage ist zunächst wichtig, die eigentliche Fragestellung zu klären. Soll nachgewiesen werden, dass ein definierter Abschnitt dicht ist, kann eine Druckprüfung passend sein. Geht es dagegen zuerst darum, Risse, Wurzeleinwuchs, Ablagerungen oder verschobene Rohrverbindungen sichtbar zu machen, ist eine Kanalinspektion in Hannover häufig die geeignetere Untersuchung.

Gerade bei älteren Leitungsanlagen sollte deshalb nicht automatisch mit einer Druckprüfung begonnen werden, solange weder Leitungsverlauf noch Prüfstrecke ausreichend geklärt sind.

Wie wird die Prüfstrecke für die Druckprüfung vorbereitet?

Eine belastbare Prüfung beginnt nicht mit dem Messgerät, sondern mit einer eindeutig definierten Prüfstrecke. Vor der eigentlichen Messung muss klar sein, welcher Leitungsabschnitt untersucht werden soll und über welche Zugänge er erreicht werden kann.

  1. Unterlagen und Leitungsverlauf prüfen: Vorhandene Entwässerungspläne, Schächte und Revisionsöffnungen helfen bei der Zuordnung.
  2. Prüfstrecke festlegen: Anfang und Ende des untersuchten Abschnitts müssen eindeutig bestimmt werden.
  3. Zugänge kontrollieren: Es wird geprüft, ob die Strecke technisch erreicht und für das Prüfverfahren vorbereitet werden kann.
  4. Leitungsabschnitt abgrenzen: Die erforderlichen Öffnungen werden so vorbereitet beziehungsweise verschlossen, dass nur die vorgesehene Strecke geprüft wird.
  5. Prüfverfahren anwenden: Anschließend erfolgt die Prüfung mit dem für den konkreten Fall vorgesehenen Medium.
  6. Messwerte auswerten: Der während der Prüfung erreichte Prüfzustand wird kontrolliert und bewertet.
  7. Ergebnis dokumentieren: Prüfstrecke, Verfahren und Ergebnis werden nachvollziehbar im Prüfprotokoll festgehalten.

Bei unklarem Leitungsverlauf oder einem bereits vermuteten Schaden kann vor der Druckprüfung eine Kamerauntersuchung sinnvoll sein. Sie sollte jedoch nur eingesetzt werden, wenn sie für die konkrete Fragestellung tatsächlich benötigt wird.

Druckprüfung mit Wasser oder Luft – worin liegt der Unterschied?

Für die Prüfung von Abwasserleitungen kommen je nach Leitungsart, Prüfauftrag und technischen Anforderungen unterschiedliche Verfahren infrage. Zu den üblichen Varianten gehören Prüfungen mit Wasser und Prüfungen mit Luft.

Abwasserleitung mit Wasser prüfen

Bei einer Wasserprüfung wird der abgegrenzte Leitungsabschnitt entsprechend dem vorgesehenen Prüfverfahren mit Wasser beaufschlagt. Anschließend wird kontrolliert, ob der für dieses Verfahren erforderliche Prüfzustand eingehalten wird.

Das Verfahren kann beispielsweise bei bestimmten neu hergestellten oder gut zugänglichen Leitungsabschnitten eingesetzt werden. Ob eine Wasserprüfung im konkreten Fall passend ist, hängt von der Anlage und dem benötigten Nachweis ab.

Abwasserleitung mit Luft prüfen

Bei einer Luftdruckprüfung wird der vorbereitete Leitungsabschnitt kontrolliert mit Luft beaufschlagt. Der Prüfzustand wird anschließend mit geeigneter Messtechnik überwacht.

Ein praktischer Unterschied zur Wasserprüfung besteht darin, dass für diese Methode kein Wasser in den Leitungsabschnitt eingebracht werden muss. Die Strecke muss jedoch auch hier eindeutig abgegrenzt und fachgerecht vorbereitet sein.

Welche Methode eingesetzt wird, sollte deshalb nicht allein danach entschieden werden, welche Variante einfacher erscheint. Maßgeblich sind der Prüfauftrag, die Leitungsanlage und die Anforderungen des anzuwendenden Verfahrens.

Wasserprüfung und Luftprüfung im direkten Vergleich

MerkmalPrüfung mit WasserPrüfung mit Luft
PrüfmediumWasserLuft
VorbereitungPrüfstrecke wird eindeutig abgegrenzt und entsprechend vorbereitetPrüfstrecke wird eindeutig abgegrenzt und für die Druckbeaufschlagung vorbereitet
KontrolleBewertung des Prüfzustands nach dem angewendeten VerfahrenÜberwachung des Druckverlaufs nach dem angewendeten Verfahren
Auswahlabhängig von Leitung und Prüfanforderungabhängig von Leitung und Prüfanforderung
Ergebniswird im Prüfprotokoll dokumentiertwird im Prüfprotokoll dokumentiert

Welche Messwerte sind bei der Druckprüfung entscheidend?

Welche konkreten Werte während einer Abwasserleitung Druckprüfung erfasst und bewertet werden, hängt vom angewendeten Prüfverfahren ab. Entscheidend ist nicht ein einzelner pauschaler Wert für jede Leitung, sondern ob die definierte Prüfstrecke die Anforderungen des jeweils verwendeten Verfahrens erfüllt.

Deshalb gehören zur technischen Bewertung immer auch Angaben darüber, welcher Abschnitt geprüft wurde, welches Verfahren eingesetzt wurde und unter welchen Prüfbedingungen die Messung stattgefunden hat.

Wer sich speziell mit zulässigen Abweichungen und der Bewertung von Verlusten beschäftigen möchte, findet dazu weitere Informationen unter Leckrate bei der Dichtheitsprüfung.

Welche Angaben gehören nach der Druckprüfung ins Prüfprotokoll?

Techniker dokumentiert das Ergebnis einer Abwasserleitung Druckprüfung
Das Prüfprotokoll muss erkennen lassen, welcher Leitungsabschnitt mit welchem Verfahren geprüft wurde.

Nach der Messung reicht eine bloße Aussage wie „dicht“ oder „nicht dicht“ nicht aus, wenn später nachvollziehbar sein soll, worauf sich das Ergebnis bezieht. Entscheidend ist eine eindeutige Zuordnung der Prüfung.

Die Stadtentwässerung Hannover stellt für entsprechende Prüfungen an neu hergestellten Abwasserleitungen ein Formular zur Dokumentation nach DIN EN 1610 bereit. Je nach Prüfauftrag können im Protokoll unter anderem folgende Informationen festgehalten werden:

  • Objekt- und Grundstücksdaten
  • Art beziehungsweise Zuordnung der Abwasserleitung
  • eindeutig bezeichnete Prüfstrecke
  • verwendetes Prüfverfahren
  • für das Verfahren relevante Prüfdaten
  • Ergebnis der Prüfung
  • Angaben zur ausführenden Fachfirma
  • gegebenenfalls ergänzende Pläne oder Unterlagen

Vor allem bei mehreren Leitungsabschnitten sollte aus dem Protokoll eindeutig hervorgehen, auf welche Strecke sich das jeweilige Ergebnis bezieht.

Kann eine Kanalinspektion die Druckprüfung ersetzen?

UntersuchungWelche Frage beantwortet sie?
Druck- beziehungsweise DichtheitsprüfungErfüllt die definierte Prüfstrecke die Anforderungen des angewendeten Dichtheitsverfahrens?
KanalinspektionWelche sichtbaren Auffälligkeiten befinden sich im Rohrinneren?

Eine Kamerainspektion kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzt aber nicht automatisch eine geforderte Druckprüfung. Umgekehrt zeigt ein Druckprüfergebnis nicht zwangsläufig, an welcher konkreten Stelle sich ein sichtbarer Schaden befindet.

Was bedeutet ein nicht bestandenes Prüfergebnis?

Wird die Prüfung nicht bestanden, bedeutet das zunächst nur, dass die festgelegte Prüfstrecke die Anforderungen des eingesetzten Prüfverfahrens nicht erfüllt hat. Daraus lässt sich noch nicht automatisch ableiten, an welcher Stelle die Ursache liegt oder welche Reparatur notwendig ist.

Für die weitere Eingrenzung kann anschließend eine zusätzliche Untersuchung erforderlich sein. Erst wenn Art und Lage eines tatsächlichen Schadens bekannt sind, lässt sich beurteilen, ob eine gezielte Reparatur oder eine Rohrsanierung in Hannover sinnvoll ist.

Welche Angaben sollten vor einer Druckprüfung bekannt sein?

Je klarer die Prüfstrecke vor dem Termin beschrieben werden kann, desto besser lässt sich das passende Verfahren vorbereiten. Für die erste Einordnung sind vor allem folgende Angaben hilfreich:

  • Neubau oder bestehende Grundstücksentwässerung
  • Grund für den gewünschten Dichtheitsnachweis
  • bekannter Verlauf der Abwasserleitung
  • gewünschter oder vorgegebener Prüfbereich
  • vorhandene Schächte und Revisionsöffnungen
  • Entwässerungspläne oder frühere Prüfprotokolle
  • gegebenenfalls Vorgaben für die spätere Dokumentation

Fehlt ein Leitungsplan, bedeutet das nicht automatisch, dass keine Prüfung möglich ist. Es kann jedoch zunächst erforderlich sein, den tatsächlichen Leitungsverlauf und die erreichbaren Zugänge genauer einzugrenzen. Wenn Sie sich zusätzlich über die Kanalprüfung Kosten informieren möchten, finden Sie dort weitere Informationen zu den möglichen Kostenfaktoren.

Kosten sind nicht der Schwerpunkt dieser Seite

Der Preis hängt unter anderem von Prüfstrecke, Zugänglichkeit, Verfahren und Dokumentationsumfang ab. Eine ausführliche Übersicht finden Sie unter Dichtheitsprüfung Abwasser Kosten.

Häufige Fragen zur Abwasserleitung-Druckprüfung

Was ist der Unterschied zwischen Druckprüfung und Dichtheitsprüfung?

Die Dichtheitsprüfung beschreibt den Nachweis, ob eine bestimmte Leitungsstrecke die Anforderungen an die Dichtheit erfüllt. Die Druckprüfung ist ein mögliches technisches Verfahren, mit dem dieser Nachweis beispielsweise mit Wasser oder Luft durchgeführt werden kann.

Kann eine Abwasserleitung mit Luft geprüft werden?

Ja. Je nach Prüfanforderung und Leitungsanlage kann eine Prüfung mit Luft vorgesehen sein. Der Leitungsabschnitt muss dafür eindeutig festgelegt, vorbereitet und kontrolliert beaufschlagt werden.

Wann wird eine Abwasserleitung mit Wasser geprüft?

Eine Wasserprüfung kann je nach Art der Leitung und benötigtem Nachweis eingesetzt werden. Ob sie im konkreten Fall passend ist, richtet sich nach der Prüfstrecke und den für den Prüfauftrag geltenden Anforderungen.

Muss die Prüfstrecke für eine Druckprüfung verschlossen werden?

Die zu prüfende Strecke muss so abgegrenzt werden können, dass sich der Prüfzustand eindeutig auf diesen Leitungsabschnitt bezieht. Wie die Strecke dafür vorbereitet wird, hängt von der Anlage und dem angewendeten Verfahren ab.

Welche Angaben stehen im Prüfprotokoll?

Das Protokoll sollte unter anderem erkennen lassen, welches Objekt und welcher Leitungsabschnitt geprüft wurden, welches Verfahren eingesetzt wurde, welche relevanten Prüfdaten erfasst wurden und welches Ergebnis die Prüfung ergeben hat.

Kann eine Kamerainspektion eine Druckprüfung ersetzen?

Nicht grundsätzlich. Eine Kamerainspektion zeigt den sichtbaren Zustand im Rohrinneren. Eine Druck- beziehungsweise Dichtheitsprüfung beantwortet dagegen die Frage, ob die definierte Prüfstrecke die Anforderungen des eingesetzten Prüfverfahrens erfüllt.

Sie benötigen einen konkreten Dichtheitsnachweis?

Wenn Sie nicht nur das Prüfverfahren verstehen möchten, sondern eine bestimmte Abwasserleitung prüfen lassen müssen, können Sie uns Leitungsbereich, Anlass und vorhandene Unterlagen vorab mitteilen. Weitere Informationen zur eigentlichen Leistung finden Sie auch unter Dichtheitsprüfung Hannover.

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